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Interessante Details und Anmerkungen

Auf den jeweiligen Seiten "Interessante Details und Anmerkungen" werden - anhand von Einzelheiten, Kleinigkeiten, auch anscheinenden Nebensächlichkeiten oder isolierten Gegenständen und ausgehend von ihnen - wesentliche Zusammenhänge verdeutlicht, Hintergründe und Vernetzungen  aufgezeigt, Personalien und Persönlichkeiten ins Licht gerückt.

 

Denn es gilt: Dem Aussehen nach bloße Details eines so großen und mannigfaltigen Programms wie "Apollo" können doch pars pro toto stehen, weisen oft in die unbeleuchteten, für das Publikum in der Regel nicht zugänglichen Kulissen eines Geschehens, wo man sich plötzlich, voller Überraschung, auf einem riesigen, stockwerkehohen Schnürboden wiederfindet, oder wo man, in Kellersälen, weitläufig-unübersichtliche Maschinerien, Rohre und Leitungen erblickt, zwischen denen unzählige kaum erkennbare Menschen arbeiten, debattieren, sich raufen, umarmen, nachdenken, suchend umherirren, schlafen und, in manchen Ecken, auch zusammen feiern. Wer sich nur mit den Schrauben und Ventilen von "Apollo" befaßt, wird den Relationen und Korrelationen dieses Projektes nicht auf die Spur kommen, letztendlich seine Bedeutung nicht erfassen.

 

Das "Apollo"-Projekt ist eine fulminante Saga, ein Epos der Neuzeit, das hier auch per einzelner Miniaturen nachgezeichnet werden soll.

Das Apollo 11-Missionsemblem

Das Abzeichen des ersten bemannten Mondlandeunternehmens ist von dem Apollo 11-

Team selbst entworfen worden. Die drei Männer führten damit eine Tradition fort, die

von den Astronauten Leroy Gordon Cooper und Charles "Pete" Conrad vor deren Flug

mit "Gemini 5" begründet worden war: Eine Geschichte mit Vorgeschichte jedoch.

 

Die beiden, Cooper und Conrad, hatten nämlich zunächst vorgehabt, ihrem Raumschiff

einen Eigennamen zu geben. Das war ihnen von der NASA nicht erlaubt worden. Die verantwortlichen Manager befürchteten offensichtlich unter anderem (aber nicht nur;

siehe weiter unten), daß die Raumfahrer dabei nicht seriös genug vorgehen würden.

Eine wohl nicht ganz zu Unrecht gehegte Besorgnis: Vorher schon hatte der Astronaut

Virgil "Gus" Grissom, der Kommandant des ersten Fluges eines US-amerikanischen

Zweimann-Raumschiffes, des "Gemini 3"-Fluges nämlich, seine Raumkapsel tatsächlich

"Molly Brown" nennen wollen: Nach der amerikanischen Gesellschaftsgröße und sozial

engagierten Philanthropin Margaret "Maggie" Brown (1867 – 1932). Sie war bekannt

geworden, nachdem ihr als eine der Überlebenden des Titanic-Disasters und Insassin

des Rettungsbootes Nr. 6 verschiedene Legenden angedichtet worden waren und sie

schließlich postum den Beinamen "Die unsinkbare Molly Brown" erhalten hatte. Grissom beabsichtigte mit dieser Namenswahl, sich als Kommandant des ersten Gemini-Fluges

selbst auf die Schippe zu nehmen: Er war bekanntlicherweise nach seinem ersten Flug

(mit einer Mercury-Kapsel) fast im Atlantik ertrunken, als die Raumschiffluke ungeplant herausgesprengt wurde und Wasser in das Innere der "Mercury" strömte.

 

Kurzum, die NASA machte dem Kommandanten Grissom und seinem Kollegen John Young

klar, daß die offizielle Bezeichnung "Gemini 3" hinreichend und es darüber hinaus nicht

erwünscht sei, das Raumschiff noch auf einen Eigennamen zu taufen, schon gar nicht auf

einen solch unernsthaften wie "Molly Brown". (Bei den Flügen der ersten amerikanischen Raumschiffgeneration hatten die Kapseln allerdings Eigennamen getragen: "Freedom 7",

"Liberty Bell 7", "Friendship 7", "Aurora 7" - und nicht etwa "Mercury 1", "Mercury 2" usw.

Aber erstens waren diese Bezeichnungen, die auch als offizielle Funkrufnamen verwendet

wurden, getragen und des epochalen Unternehmens würdig - nach Ansicht der in der

Politik und bei der NASA Verantwortlichen jedenfalls -, und zweitens hatte sich die NASA

nun einmal entschieden, die Flüge der zweiten Raumschiffgeneration, also der "Gemini",

einfach durchzunumerieren. Es ging bei der Frage wohl auch, und nicht zuletzt, darum,

den Astronauten zu verdeutlichen, daß sie trotz ihres inzwischen überragend gewordenen Heldenstatus, den sie in der Öffentlichkeit genossen, nun auch nicht machen könnten,

was sie wollten und daß sie sich an Regularien zu halten hätten.  -  Die Ziffer "7" im

Namen der "Mercury"-Flüge stand übrigens für die sieben ersten US-Astronauten,

die im April 1959 für die Pionier-Raumflüge der USA ausgewählt worden waren.)

 

Nun, Cooper und Conrad versuchten es dann vor ihrem "Gemini 5"-Flug trotzdem noch

einmal: Conrad soll sogar augenzwinkernd erwogen haben, die Kapsel auf den Namen

"Lady Bird" zu taufen - ihr also den (ansonsten in der Öffentlichkeit durchaus respektvoll gemeinten) Spitznamen der Gattin des damaligen US-Präsidenten Lyndon B. Johnson

beizulegen. Es dürfte angesichts des Einflusses, den Johnson schon seit je auf das US-Raumfahrtprogramm gehabt hatte  -  er war in der Kennedy-Administration Vorsitzender

des "National Space Council" gewesen  -  wohl nachvollziehbar sein, daß sich die Führungs-

etage der NASA solchen Unsinn jetzt endgültig verbat. Sie fürchtete inzwischen schlicht um

das Ansehen des gesamten Programms. Und Gordon Cooper hatte ohnehin den Ruf, ein

"Bruder Leichtfuß" zu sein, der gern aus der Reihe tanzte: Als Grissom und Young mit

"Gemini 3" abgehoben hatten, war es Cooper gewesen, der am Boden betont demonstrativ

in das Funkgerät gerufen hatte: "Molly Brown...du bist unterwegs!", obwohl diese Namens-

gebung, wie gesagt, nicht nur nicht genehmigt, sondern ausdrücklich untersagt worden war.

 

Aber trotz der Zurechtweisung durch die NASA gaben Cooper und Conrad nicht auf, sondern suchten sich einen anderen Weg für ihre beiläufig-provokativen Scherzchen: Sie fertigten

vor ihrem Flug mit "Gemini 5" einen Aufnäher an, auf dem ein klappriger Planwagen zu

sehen und der herausfordernd sinnige Spruch zu lesen war: "Acht Tage oder Pleite".

 

Hintergrund: "Gemini 5" sollte einen achttägigen Flug durchführen  -  so ausgedehnt war

bis zu diesem Zeitpunkt noch keine einzige bemannte Raummission gewesen. Acht Tage,

das war der Mindestzeitraum, den man später für einen Mondflug benötigen würde,

inklusive einer Landung auf dem Erdtrabanten und der anschließenden Rückkehr zur

Erde. Es sollte mit "Gemini 5" bewiesen werden, daß der menschliche Organismus eine

derart lange Zeit im All verkraften würde, und daß auch die Systeme eines Raumschiffs

über eine ganze Woche durchgängig und zuverlässig in der Lage wären zu funktionieren.

 

Ganz nebenbei würden damit auch zum ersten Mal die Sowjets im Weltraum-Wettrennen

überholt werden. Ihr Kosmonaut Valeri Bykovsky hatte bis zu diesem Moment den Rekord

für einen Langzeit-Flug im All gehalten: Er war schon im Juni 1963 mit seiner Raumkapsel

"Wostok 5" vier Tage, 23 Stunden und 7 Minuten im Erdorbit unterwegs gewesen. Die

Mission "Gemini 5" war für August 1965 vorgesehen; sie fand tatsächlich dann auch

vom 21. - 29. 08. 1965 statt. (Die genaue Flugbezeichnung war: "Gemini GT-5"; "GT"

steht für "Gemini-Titan": Bezeichnung sowohl des Raumschifftyps  -  "Gemini"  -  als

auch der Trägerraketen-Gattung: "Titan"  -  genau: "Titan II GLV".)

 

Cooper und Conrad wollten also mit ihrem Slogan vor aller Augen verdeutlichen: Sie

würden sich der Herausforderung stellen  -  falls das Unternehmen nicht gelänge,

wäre es dann eben eine Pleite. Dieses "Wir sind Manns genug, das zu schaffen, ihr

werdet schon sehen" klang der NASA freilich zu sehr nach angeberhafter Attitüde, zu

sehr nach prahlerischer Astronauten-Superman-Manier  -  und ganz abgesehen davon,

war vorher noch nie ein derartiges individuelles Logo von einer einzelnen Raumflug-

Unternehmung für sich beansprucht worden, wohl treffender ausgedrückt: von einer

einzelnen Besatzung. Es konnte durchaus der Eindruck entstehen, als wolle sich die

"Gemini 5"-Crew mit diesem ihrem Alleingang als etwas Besonderes von anderen

Mannschaften abheben, was als zusätzliche Weiterung dann auch die Tatsache zu

verdunkeln drohte, daß die amerikanische Raumfahrt kein Alleingang einzelner,

sondern das Gemeinschaftswerk tausender Wissenschaftler, Techniker, Ingenieure, Staatsbediensteter und anderer Menschen sei. Kurzum: Die NASA fühlte sich

überrumpelt, als die Astronauten quasi beiläufig und durch die Hintertür mit

ihrer Neuerung, einem Aufnäher mit dem Logo für ihre spezielle Mission  -  und

dazu noch recht kurz vor dem Start des Fluges, daherkamen.

 

(Übrigens sind alle derartigen angeblichen Plaketten früherer Flüge als "Gemini 5",

beispielsweise der "Mercury"-Flüge, die man auch heute noch, speziell bei Geschäfte-

machern im Internet, findet, erst in Zeiten nach der "Gemini 5"-Mission gestaltet,

hergestellt und in Umlauf gebracht worden  -  vielleicht deshalb, um eine zusammen-

hängende Symbolhistorie schaffen und den früheren Flügen und ihren Astronauten

eine Reverenz erweisen zu können. Die Geschichte der Embleme wurde aber eben

eher zufällig angetrieben, durch die Raumfahrer von "Gemini 5", die zunächst nur

eine Kennzeichnung für ihren eigenen Flug wollten, wohl auch etwas Farbe in einer

als überwältigend und bürokratisch empfundenen riesigen Maschinerie.)

 

Zurück in die Augusttage des Jahres 1965:

Nun wurden Cooper und Conrad nach Washington beordert, zum NASA-Chef James Webb

persönlich, zum Lunch, wie es hieß. Der Verlauf und die Atmosphäre des Gesprächs sind

im einzelnen nicht überliefert. Aber es dürfte klar sein, daß der bullige, robuste Webb mit

den beiden Raumfahrern Klartext geredet hat. Es scheint, als ob sich dieser Umstand (von

Webb durchaus beabsichtigt) bei den anderen Astronauten herumsprach: Kein einziger hat

während des restlichen Gemini-Programms jemals wieder versucht, das Thema "lustige Raumschifftaufe" auch nur annähernd noch einmal zu berühren. Interessant bleibt freilich,

daß Cooper und Conrad den mächtigen NASA-Administrator doch, mit welchen Argumenten

auch immer, soweit beschwatzt haben, daß sie zumindest ihren Stoffaufnäher verwenden

durften, allerdings ohne den Slogan. Es war ein Kompromiß. Die beiden Raumfahrer haben

zwar noch etwas gemosert, später, nachdem sie bei Webb 'raus waren ("Letztendlich sind

auch einige Planwagen nicht durchgekommen, und trotzdem gibt es Kalifornien..."), fügten

sich aber. Der Grund für Webbs Entscheidung lag auf der Hand: Sollte der Flug beispiels-

weise aus technischen Gründen um einen Tag abgekürzt werden müssen, hätte er ja

dennoch als Erfolg gewertet werden können  -  in der Öffentlichkeit nun aber, die sich

zusammen mit vielen Medien natürlich auf solche Kinkerlitzchen wie einen markigen

Spruch auf einem Stoffabzeichen eher als für technische Details interessierte, würden

wegen des provokant-plakativen Slogans "8 Tage - und wenn nicht, dann Pleite" tausend

Fragen an die NASA gestellt werden etwa der Art, wie sie denn mit diesem "Scheitern"

umgehen würde und ob etwa das gesamte Mondlandeprojekt nunmehr gefährdet sei.

 

Cooper und Conrad haben die Parole auf dem Abzeichen, das schon gefertigt war, von

einem Fallschirmpacker übernähen lassen. Ihr Flug mit "Gemini 5" dauerte dann in der

Tat "nur" 7 Tage, 22 Stunden und 55 Minuten  -  und so haben die Raumfahrer es sich

nicht nehmen lassen, das Stück Seide, das den Spruch verdeckt hatte, nach dem Flug

wieder von dem Stoffabzeichen abzutrennen.

 

Sie hatten mit ihrem Insistieren auf einem Abzeichen für ihren Flug allerdings,

vielleicht ohne es zu wollen oder gar geplant zu haben, eine Tradition begründet,

auf die dann die Apollo 11-Astronauten zurückgriffen und die bis heute anhält.

 

 

James Webb übersandte nämlich ein unter dem Datum des 14. August 1965 verfaßtes

offizielles NASA-Memorandum an den damaligen Chef des Astronautenbüros im Raumfahrt-

Zentrum in Houston (MSC), Donald K. Slayton, in dem der NASA-Administrator unter

anderem festlegte ("Gemini GT-5" startete am 21. August 1965):

 

"1. Im Rahmen des Fluges von GT-5 sowie auch bei zukünftigen Gemini-Flügen darf ein

solches Identifikations-Emblem auf der rechten Brustseite, unter dem Namensschild

des Astronauten, getragen werden; ein derartiger Aufnäher hat nicht größer zu sein als das

offizielle NASA-Emblem, das auf der linken Brust getragen wird. Ein solches Abzeichen wird

unter dem Gattungsnamen 'Cooper Patch' firmieren. Sollte einmal bei einem Flug ein solcher

'Cooper Patch' nicht getragen werden (wollen), so kann passenderweise die Bezeichnung

des jeweiligen Fluges, beispielsweise 'Gemini 6' oder 'Gemini 7', unter dem Namensschild

angebracht werden.

 

"2. Im Falle von GT-5 wird der 'Cooper-Patch' derjenige sein, der <von den Astronauten> vorgeschlagen worden ist, abgesehen davon, daß die Größe mit der Festlegung, die in

obigem Punkt 1 getroffen worden ist, in Einklang zu stehen hat  -  es sei denn, es wäre

nicht möglich, das Abzeichen rechtzeitig neu zu fertigen  -, und es muß am Raumanzug

an derjenigen Stelle getragen werden, die dort <also in Punkt 1> bestimmt ist.

 

"3. Für die Gemini-Flüge nach GT-5 gilt folgendes: Der jeweilige Kommandant der

Besatzung  -  oder aber der dienstälteste Pilot  -  hat die Erlaubnis, für seinen Flug

einen 'Cooper-Patch' zu benennen, zu gestalten beziehungsweise vorzuschlagen;

sowohl der Direktor des Manned Spacecraft Center (MSC) in Houston als auch der

für die Bemannte Raumfahrt im NASA-Hauptquartier zuständige Stellvertretende

Administrator haben jedoch ihre Zustimmung zu erteilen. Vorbehaltlich einer

eventuellen weiteren Festlegung hat der für die Bemannte Raumfahrt verantwortliche

Stellvertretende NASA-Administrator, bevor er seine Zustimmung erteilt, das Muster

des Emblems dem NASA-Administrator zu dessen Mitwirkung im Genehmigungs-

prozeß zu unterbreiten.

 

"4. Eine Richtlinie, Raumflüge nach dem derzeitigen Gemini-Projekt betreffend, wird

von dem Direktor des Manned Spacecraft Center (MSC) vorgeschlagen werden.

 

"Dieweil die obige Entscheidung wegen der dringenden Bitte, die Cooper an mich

persönlich gerichtet hat, getroffen worden ist, muß ich schließlich feststellen, daß ich

doch eine gewisse Besorgnis angesichts der Tatsache hege, daß dies so spät geschah

und daß die hauptsächlich dringenden und wichtigen Faktoren, welche das Gemini-

Programm betreffen, nun in eine Angelegenheit wie diese verwickelt zu sein scheinen,

und vor allem, daß dies noch im letzten Moment vor dem Flug geschah. Ich glaube

schon, daß es in Ihrer <Slaytons> Verantwortlichkeit liegt, für die Zukunft Derartiges

zu unterbinden.

 

"Da wir es hier mit Angelegenheiten zu tun haben, welche die Art und Weise betreffen,

in der Elemente dieser unserer Raumfahrtprogramme in vielen verschiedenen Ländern,

von vielen verschiedenen Nationalitäten, wahrgenommen werden, können wir nicht der

jeweiligen Besatzung die Entscheidung darüber überlassen, was diese Angelegenheiten

anbelangt, ganz gleich, wie dringend ihr Gefühl sein mag, daß sie gern das eine oder

andere individuelle Element berücksichtigt sehen würde. In diesem Fall nun haben

Dr. Gilruth und ich schwerste Bedenken, was das Motto '8 Tage oder Pleite' angeht.

Ich würde mir wünschen, es könnte weggelassen werden. Falls der Flug nicht über volle

8 Tage gehen sollte, wird es viele geben, die nicht anstehen werden zu sagen, er sei

'in die Binsen gegangen'. Wie auch immer, ob wir die 8 Tage nun schaffen oder nicht,

die Art, wie dieser Spruch in bestimmten Ländern übersetzt werden wird, kann wohl

nicht von Vorteil für die Vereinigten Staaten sein.

 

"Wie ich Cooper schon dargelegt habe, hege ich für meine Person wirklich das stärkste

Verlangen, allen möglichen Wünschen, seien sie auch auf persönlicher Basis vorgebracht,

von jedem der ursprünglichen sieben <Mercury->Astronauten Rechnung zu tragen. Wir

streben danach, jedem von ihnen, die ja die wirklichen Pioniere waren, alle möglichen

Erwägungen zu gestatten und den Vorzug zu gewähren, jeden Zweifel äußern zu dürfen.

Dennoch, ich bin der Überzeugung, daß sie und überhaupt alle Astronauten lernen

müssen, sich umgekehrt genauso zu verhalten, angesichts des Urteilsvermögens,

das die Führungskräfte der NASA über vielerlei Angelegenheiten an den Tag legen,

hinsichtlich derer von uns schließlich auch verlangt wird, über eine breitere Sicht

zu verfügen als es diejenige ist, die sie <die Astronauten> selbst aufweisen könnten."

 

James E. Webb

Administrator

 

 

Quelle: NASA JSC History Office Collection

Übersetzung des Memorandums: heidel2001.eu

Der von James Webb mit obigem Memorandum generöserweise vorgeschlagene

Terminus "Cooper Patch" hat sich nie durchgesetzt, obwohl seit "Gemini 5" jede

US-Raumfahrtmission ihr eigenes individuelles Flugabzeichen besaß, das  -  in

der Regel  -  jeweils von allen Crewmitgliedern in gegenseitigem Einvernehmen

gestaltet wurde. Das galt auch für die Apollo- und Space Shuttle-Ära.

 

Leroy Gordon "Gordo" Cooper ist nach "Gemini 5" nie mehr ins All geflogen.

Wird fortgesetzt...

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